Gregor Amann, MdB: Eine gute Ausbildung ist die beste Arbeitslosenversicherung!

Veröffentlicht am 05.06.2008 in Bundespolitik
 

Gregor Amann, Reichstag

Berlin, 2. Juni 2008 - Erfreulicherweise hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt deutlich verbessert. In einem Gespräch mit dem Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit erst vor wenigen Tagen habe ich erfahren, dass derzeit in Hessen vier offenen Ausbildungsstellen fünf Bewerber gegenüberstehen. Das ist mit Abstand der beste Wert seit vielen Jahren! Und im Agenturbezirk Frankfurt am Main gibt es momentan sogar mehr offene Ausbildungsplätze als Bewerber. (Dabei ist natürlich auch klar, dass bestimmte Ausbildungsberufe ungleich stärker nachgefragt werden als andere, d.h. die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu erhalten sind je nach Branche sehr unterschiedlich.)

Trotz dieses geradezu sensationellen wirtschaftspolitischen Erfolgs der Bundesregierung gibt es aber auch weiterhin noch Altbewerber, die seit Jahren erfolglos auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Dieses Problem wollen wir nun mit einer aktuellen Gesetzesinitiative offensiv angehen. Noch vor der Sommerpause werden wir einen „Ausbildungsbonus“ einführen, um auch diesen Jugendlichen eine Chance auf den Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Dieser Ausbildungsbonus soll an Betriebe ausgezahlt werden, die zusätzliche Ausbildungsplätze für lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche zur Verfügung stellen, die keinen oder maximal einen mittleren Schulabschluss mit schlechten Abschlussnoten haben. Zudem sollen Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, den Schulabschluss zu erreichen und den Übergang in eine berufliche Ausbildung zu bewältigen, gezielt und frühzeitig unterstützt werden.
Ziel der SPD ist es, bis Ende 2010 mit diesem Gesetz 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in Deutschland zu schaffen.
Von Kritikern des Gesetzesentwurfs werden so genannte Mitnahmeeffekte befürchtet. Diese Kritik muss man ernst nehmen, aber ich bin dennoch zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, genug Sicherungen einzubauen, um Mitnahmeeffekte weitestgehend zu verhindern. Die SPD übernimmt als Regierungspartei damit eine soziale Verantwortung für diejenigen Jugendlichen, die es besonders schwer haben, eine Ausbildungsstelle zu finden. Dabei geben wir Steuergelder aus für etwas, das eigentlich im Verantwortungsbereich der Unternehmen liegt. Auch diese Kritik kann ich durchaus verstehen, aber weitaus wichtiger finde ich dennoch, dass vom wirtschaftlichen Aufschwung auch diejenigen profitieren, die es aufgrund bestimmter Defizite besonders schwer haben auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Jeder Jugendliche braucht eine Chance auf eine gute Ausbildung und muss eine berufliche Perspektive bekommen. Daher trete ich mit großer Überzeugung für den Ausbildungsbonus ein.

 

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